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Datum
23.09.2019
Titel
Wieso Berufspolitik? Was soll das bringen?
Text

Hallo liebe Interessierte und liebe Mitglieder,

immer wieder werde ich gefragt, warum ich mich so stark ehrenamtlich für den Pflegeberuf und besonders auch für das Pflegemanagement einsetze. Ganz einfach, weil ich davon überzeugt bin, dass wir den immer höheren Anforderungen und den immer stärker ausgeweiteten Kompetenzfeldern der professionellen Pflege ohne ein ebenso professionelles Pflegemanagement nicht adäquat begegnen können. Mein berufspolitischer Background hilft mit bei vielen Diskussionen mit Chefärzten oder der Pflegedirektion. Ich versuche damit also nicht nur das Ansehen des Berufs aufzuwerten, sondern erlebe auch bei mir selber eine Veränderung. Ich fühle mich sicherer, weil ich über mein Engagement mehr darüber gelernt habe, warum sich an manchen Rahmenbedingungen nichts ändern lässt. So kann ich meine Energie gezielt darauf verwenden, die Störungen, die dadurch auftreten anderweitig zu beheben. Gleichzeitig habe ich aber durch die berufspolitische Arbeit die Möglichkeit, die Stellschrauben aktiv zu beeinflussen, die sich beeinflussen lassen. Ich habe mich in meiner Zeit als Ehrenamtliche in der berufspolitischen Arbeit weiterentwickelt und bin gespannt, wohin mein Weg noch geht.

Eure Sarah

Datum
20.05.2019
Titel
Film ab!
Teaser
Nachwuchs-Pflegemanagement in Action.
Text

Was hat das mittlere Management im Krankenhaus mit Fußball gemeinsam? Eine ganze Menge. Der Fußballtrainer ist wie die Team- oder Stationsleitung für die Einsatzfähigkeit seines Teams verantwortlich. Dazu gehören das Coaching und regelmäßige Training der einzelnen Spieler zu Standardsituationen wie Sturm und Verteidigung, aber auch die individuelle Beratung zu den Potenzialen des einzelnen Spielers, die weiterentwickelt werden müssen.  Er stimmt Trainingszeiten, Trainingslängen und Trainingseinheiten mit den einzelnen Spielern und dem Team ab.

Und die Team- oder Stationsleitung? Auch hier gibt es regelmäßige Gespräche mit Teammitgliedern, um standardisierte Prozesse abzustimmen und einzuüben.  Genauso wir der Fußballtrainer berät die Team- oder Stationsleitung ihre Mitarbeiter individuell, sie achtet auf die individuelle Weiterentwicklung ihrer Stärken und auf die Harmonieentwicklung im Team. Sie koordinierte Einsatzpläne, Dienstpläne, Rufbereitschaften oder auch Teambesprechungen und Dienstübergaben. Sie ist der Coach des Teams auf der Station.

Viel Spaß mit unserem Film,

Eure Annemarie

Datum
16.05.2019
Titel
Was für ein Führungstyp bist Du?
Text

Habt ihr euch nicht auch schon häufiger gefragt, ob euer Führungsstil, der geeignete ist, um euer Team zu leiten. Auch wenn ihr zum Schluss gekommen seid, dass ihr was ändern wollt, ist es nicht immer ganz so einfach, denn wo fängt man an´? Am besten ganz am Anfang :-) Macht euch schlau, welche aktuellen Führungsstile es gibt. Zu den modernen gehören zum Beispiel der transformationale Führungsstil, der transaktionale Führungsstil und das Full Range Leadership Programme. Am wichtigsten ist es, dass ihr euch mit dem ausgewählten Führungsstil identifizieren könnt. Denn ihr müsst glaubhaft rüberkommen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich euch berichten, dass Mitarbeiter sich nur dann leiten lassen, wenn sie einem vertrauen und man als Vorbild akzeptiert wird. Viele moderne Führungsstile lassen sich nicht mal so eben erlernen und umsetzen. Ich würde euch empfehlen, euren direkten Vorgesetzten mit ins Boot zu holen und euch zu dem gewünschten Thema coachen zu lassen. Viele ältere Mitarbeiter sind am Anfang vielleicht unsicher und wissen nicht, wie sie mit dem neuen Stil der Führung umgehen sollen. Auch hier kann ein erfahrener Vorgesetzter eine gute Unterstützung sein. Als kleiner Tipp: Haltet durch! Wenn sich alle erst einmal umgewöhnt haben, sind alle Beteiligten froh, den vielleicht etwas holprigen Weg gegangen zu sein. Ich habe auf meiner Station den transformationalen Führungsstil mit Hilfe von Coaching und mit der Unterstützung des Pflegedirektors umgesetzt und kann nur positiv darüber berichten. Bei Fragen kontaktiert mich gerne.

Eure Sarah

Datum
01.05.2019
Titel
Trainee-Programm für Stationsleitungen.
Text

Heute möchte ich euch kurz erzählen, wie wir mit dem Mangel an Nachwuchsführungskräften umgegangen sind. Die Situation kennt wahrscheinlich jeder:  Vollzeit in der Pflege beschäftigt sein, nebenbei noch Dienstpläne schreiben, Ersatz bei Krankheit organisieren, Zielvorgaben der Pflegedienstleitung umsetzen nur als ein paar Beispiele. Viele junge Pflegekräfte wollen diese zusätzliche Verantwortung nicht übernehmen. In unserer Klinik haben wir ein Trainee-Programm entwickelt, um zukünftige Führungskräfte zu identifizieren und sie beim Kennenlernen von Führungsaufgaben zu unterstützen. Die Trainees lernen an der Seite von festgelegten Mentoren die Aufgaben der Stationsleitung kennen. Neben Dienstplangestaltung und Ausfallmanagement erfahren die Trainees etwas über wirtschaftliches Arbeiten, Kapazitätsplanung, interprofessionelle Zusammenarbeit und Mitarbeitergespräche. Das Programm erstreckte sich über ein Jahr und wurde in verschiedene Phasen aufgeteilt. Die Trainees hatten je Phase Ziele, die erreicht werden sollten. Durch die Unterstützung mehrerer externer Coaches konnten die Trainees am Ende des Programmes ihr erlerntes Wissen umsetzen und durften ihre Station eigenverantwortlich für zwei Monate leiten. Am Ende des Programmes, durften die Trainees, die Spaß an Führungsaufgaben gewonnen hatten und bei denen man erkennen konnte, dass sie für die Aufgabe gewachsen waren, eine Position als stellvertretende Stationsleitung übernehmen. Wir haben durch das Programm bereits vier heutige Stationsleitungen gewinnen können.  Falls ihr noch Fragen habt oder ihr Interesse daran, selbst ein solches Programm auf die Beine zu stellen, könnt ihr mich gerne kontaktieren.

Eure Sarah